Herr von Runkenstein trifft seine Doppelgänger
Als Herr von Runkenstein in seinem Geheimlabor
im Inneren eines isländischen Vulkans gerade versuchte
aus einem Weißkopfseeadler die Quadratwurzel zu ziehen
um eine neue Geschmacksrichtung zu kreieren
geriet der Weißkopfseeadlergehirnstromkontrollaggregator
außer Kontrolle
und öffnete ein Portal in ein Paralleluniversum
in welchem gerade ein Herr von Anti-Runkenstein versucht hatte
aus einem bitteren Nachgeschmack die Quadratwurzel zu ziehen
um ein Weißkopfseeadlergehirnstromkontrollgerät zu entwickeln
welches er benötigte
um das Weißkopfseeadler-Terrorregime
in seiner eigenen Welt zu stürzen
Als nun die zwei Runkensteine aufeinander trafen
schenkte der eine dem anderen eine ornithologische Neutronenbombe
welches bereits seit Jahren im Keller lagerte
für den Fall
das eines Tages das Geflügel die Weltherrschaft übernehmen sollte
während der andere dem einen die Formel
für die Geschmacksrichtung “Katzenbabytraumsekret Nr. 5″ überreichte
welches unglaublich süß schmecken
und einen leicht pelzigen Nachgeschmack haben sollte
Nachdem nun die wichtigen Dinge geklärt waren
öffneten die zwei Runkensteine zum Spaß
ein weiteres Dimensionsportal
aus dem ein dritter Herr von Runkenstein hervorgekrochen kam
der kein Mensch
sondern eine Amöbe war
weil sich in seiner Dimension die Evolution
in die andere Richtung entwickelte
weshalb er nur mitleidig
auf die niederen Humanoiden hinaufblickte
und ihnen dann die Frage auf die Antwort 42 überreichte
welche die mehrzelligen Runkensteine jedoch nicht verstanden
weil sie in Amöbo-kasachisch geschrieben war
der komplexesten Sprache des Multiversums
Kurz darauf rutschte der Anti-Runkenstein auf dem Amöbenstein aus
und öffnete so ein weiteres Portal
aus dem ein harpunenschwenkender Captain Ahabstein hervorstürzte
der laut fluchend nach einem weißen Spermawal fragte
welcher ihm einst ohne Einwilligung die Hoden amputiert hatte
weil diese das einzig gültige Zahlungsmittel
in der Spermawalzivilisation seiner Parallelwelt sind
Der leicht kurzsichtige Ahabstein glaubte nun
seinen hodenamputierenden Erzfeind entdeckt zu haben
und schleuderte seine Harpune
in das pottwalförmige Vulkankontrollmodul
wodurch der Vulkanascheproduktionsgenerator aktiviert wurde
den Herr von Runkenstein nicht mehr ausschalten konnte
weil er als Passwort den Namen des Vulkans gewählt hatte
welchen kein Nicht-Isländer fehlerfrei aussprechen konnte
was im nachhinein betrachtet
keine sonderlich gute Idee gewesen war
Während sich nun Millionen Tonnen Vulkanasche
im europäischen Luftraum verteilten
hatte Herr von Runkenstein die Nase voll
von dem interdimensionalen Kuddelmuddel
und schickte seine Doppelgänger zurück in ihre eigenen Welten
nachdem man Emailadressen ausgetauscht
und ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht hatte
um anschließend sein titanummanteltes Panzerflugzeug zu besteigen
die Aschewolke zu verfolgen
und mit Aerosolverteilungsraketen zu beschießen
welche die übriggebliebenen Schweinegrippeschutzimpfungen
in der Aschewolke verteilte
worauf diese ein eigenes Bewusstsein entwickelte
und dann im Internet untertauchte
wo sie ein Profil bei Facebook erstellte
und viele neue Freunde fand
bis sie sich für einen Menschen hielt
eine Katze kaufte
einen Bausparvertrag unterschrieb
und einige Monate später nach Island reiste
wo sie auf Herrn von Runkenstein traf
der ihr einen Job als Vulkanschornsteinfeger anbot
was sie zum glücklichsten Aschewolkemenschen der Welt machte
mit Ausnahme des Papstes
was jedoch eine völlig andere Geschichte ist
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