Herr von Runkenstein findet die verlorene Stunde
Als Herr von Runkenstein eines Abends an seiner Atomuhr herumbastelte
und sie mit Hilfe einer Fliegersirene und eines Rottweilers
in einen Hochleistungswecker umbaute
entdeckte er zwischen 22 und 23 Uhr die verschollene Stunde
welche einst von den Nazis verhaftet
und zum Südpol deportiert worden war
um dort das Reichsflugscheibenprojekt
mit zusätzlicher Zeit zu unterstützen
jedoch von dort mit einer gestohlenen Flugscheibe zum Mond fliehen
und die Wehrmachtsbasis auf dessen Rückseite infiltrieren konnte
um schließlich mit Hilfe einer Büroklammer
eines Kaugummis
eines Schweizer Taschenmessers
und einer Autogrammkarte von Richard Dean Anderson
ein Dimensionsportal in den 15. Kreis der Hölle zu öffnen
aus dem alptraumhafte Kreaturen hervorgekrochen kamen
und sämtliche Mondnazis zu koscheren Rattenfilets verarbeiteten
was nur deshalb nicht in den Geschichtsbüchern steht
weil niemand übriggeblieben war
der noch einen Stift hätte halten können
Eben jene verlorene Stunde war nun
in Herrn von Runkensteins Atomuhr wieder augetaucht
was diesen sehr freute
da er schon immer das diffuse Gefühl gehabt hatte
dass am späten Abend eine Stunde fehlt
weshalb er die Stunde nun
in das internationale Weltzeitsystem einspeiste
sämtliche Atomuhren syncronisierte
und somit den 25-Stunden-Tag einführte
wodurch jedoch das Jahr um 15 Tage kürzer wurde
was natürlich in erster Linie den Dezember betraf
weshalb nun der 16. Dezember Silvester war
und das Weihnachtsfest völlig abgeschafft wurde
wogegen der Vatikan scharfen Protest einlegte
und mit einem Kreuzzug drohte
was Herrn von Runkenstein jedoch nicht weiter beunruhigte
weil er dank minderjähriger Spitzenspione genau wusste
wessen Leichen der Papst in welchem Keller lagerte
und mit welchen vatikanischen Voodooritualen
man diese Leichen zum untoten Leben erwecken konnte
Aus diesem Grund verzichtete der heilige Stuhl schließlich
auf das ausrufen eines heiligen Krieges
und verlegte die Adventszeit in den November
was dazu führte
dass nun schon Ende Juli
die ersten Lebkuchen in den Geschäften lagen
was Herr von Runkenstein sehr entgegen kam
da er jeden Abend zwischen 24 Uhr und 24:30 Uhr
Hunger auf Lebkuchen bekam
was vorher nie der Fall gewesen war
und vermutlich damit zusammenhing
dass er die Zahl 24 mit dem ehemaligen Weihnachten assoziierte
weshalb er mit der Serie 24 auch nie etwas anfangen konnte
was wiederum damit zusammenhing
dass er bei Folter eher Ostern denken musste
obwohl er sich fast sicher war
dass Jesus niemals von Jack Bauer gefoltert worden war
obwohl das für Herrn von Runkenstein ein guter Grund wäre
doch einmal eine Folge zu sehen
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