Bischof Mixa weist Prügelvorwürfe als “absurd” zurück:

In eidesstattlichen Erklärungen, die der Zeitung vorliegen, behaupten die drei Frauen und zwei Männer, Mixa habe sie in den siebziger und achtziger Jahren mehrmals geschlagen.

Das Bistum Augsburg bezeichnet die Vorwürfe in einer Stellungnahme als “absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden, den Bischof persönlich zu diffamieren.” Das Bistum dementiert die Vorwürfe “entschieden” und “behält sich ausdrücklich zivilrechtliche und strafrechtliche Schritte” vor.

Absurd also? Mit Absurditäten kenne ich mich aus.

Selbst wiki sagt:

Absurdität (von lat. absurditas in derselben Bedeutung, zu absurdus ‚mißtönend‘, übertragen auch ‚ungereimt, unfähig, ungeschickt‘) bezeichnet etwas Widersinniges oder Unsinniges.

Das kann ein außergewöhnliches, abstruses, der Logik widersprechendes oder seltsames Vorkommnis oder Phänomen sein, dem der Verstand des Einzelnen entgegen seiner Gewohnheit keinen Sinn, keine Bedeutung zu verleihen mag.

Nochmal ganz langsam: Seit Monaten kommen Missbrauchsfälle (gewalttätiger und/oder sexueller Natur) ans Tageslicht, aus katholischen Einrichtungen in ganz Deutschland (Irland und USA lasse ich mal weg).

Und trotzdem bezeichnet ein Bischof die Behauptung, er habe ” in den siebziger und achtziger Jahren mehrmals geschlagen”, als absurd/widersinnig/abstrus/sinnlos zurück?

Obwohl fünf Personen dafür eidesstattliche Erklärungen abgegeben haben?

Okay, natürlich sollte auch für einen Bischof die Unschuldsvermutung gelten. Aber wer gleich dermaßen um sich schlägt und mit zivil- und strafrechtliche Schritten droht, der scheint (aus meiner naiven Weltsicht) wirklich Dreck am stecken zu haben.

Ich zumindest halte es keinesfalls für “absurd”, dass in einem Umfeld, in dem scheinbar des öfteren der Rohrstock (oder der erigierte Penis) verwendet wurde, auch einem heutigen Bischof gelegentlich mal die Hand ausgerutscht ist (freundlich ausgedrückt).