Bei Elefanten benutzt man Großkaliber, ganz klar. Aber wisst ihr auch, wie man Terroristen aufhält? Mit ExtremeShock!

Die töten nicht einfach, nein, die zerfetzen ihr Opfer regelrecht. Aber macht nichts, es sind ja nur Terroristen.
It’s a new war, and our nations best warriors now carry the world’s most devastating ammunition! As we entrust the de-fense of our freedom in our finest professionals, they now carry an advantage beyond their own heroism! Over ten years in co-development with Special Operations Groups and Federal Law Enforcement, the new ExtremeShock™ Explosive Entry tactical defense rounds represent the ultimate refinement in lethal bullet technology. The compressed Tungsten-NyTrilium™ Composite fragments upon impact, leaving a wound channel of catastrophic proportions. The expansive fragmentation characteristics of the ExtremeShock rounds transfer the bullets energy in a far faster time span than conventional hollowpoints. The resulting stopping power is utterly devastating. E-Shock rounds are engineered to expend maximum energy into soft targets, turning the density mass into an expanding rotational cone of NyTrilium matrix particles, causing neurological collapse to the central nervous system.
zur Produktseite
(via geekologie)
Wartet mal ab, bist der erste Polizist oder Soldat damit getötet oder verstümmelt wird. Dann kommt vielleicht jemand auf den Gedanken, das es keine gute Idee ist, solche Dinger an Zivilisten zu verkaufen. Oder überhaupt herzustellen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Wollt ihr mal was richtig widerliches sehen? Falls nicht, solltet ihr hier nicht klicken:
You Are Not Authorized to See These Pictures of the Oil Spill, Citizen … Do Not Look!
Ein neuer genialer Comic aus dem Unspeakable Vault (of Doom), mit Paul dem Kraken, Cthulhu und Vuvuzelas:
Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verräth in dem damit Behafteten den Mangel an *individuellen* Eigenschaften, auf die er stolz seyn könnte, indem er sonst nicht zu Dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen theilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz seyn könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu seyn: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Thorheiten, die ihr eigen sind, [mit Händen und Füßen] zu vertheidigen.
Schopenhauer, 1850
Hier ein neuer Teil aus meiner Reihe “Ein Fressen für den Psychiater“.
25-12062010
Doppelgänger
Ich betrete den Raum im Zentrum der Realität, ein dunkler Saal mit schwarzen Wänden aus reinem Nichts; in ihm stehen Spiegel, Massen von Spiegeln, unendlich viele Spiegel, angeordnet in einem Chaos aus Flächen, Quadern und interdimensionaler Geometrie; ich gehe hinein in das spiegelnde Labyrinth und sehe mich selbst tausendfach, millionenfach in den Flächen; doch nicht ich bin es, sondern meine Brüder aus den anderen Welten, aus den parallelen Realitäten; aus den Welten, die niemals zu meiner Wirklichkeit geworden sind; aus den Realitäten, die sich von meiner Wirklichkeit abgespalten haben wegen Entscheidungen, die ich getroffen habe, die andere getroffen haben oder wegen Zufällen, die ich niemals ergründen werde; ich dringe ein in das Labyrinth, gehe zwischen die Spiegel und betrachte mich selbst und sehe, was ich niemals geworden bin; einige meiner Spiegelbilder sehen aus wie ich und sind es auch fast, sie führen das selbe Leben wie ich und nur einzelne Atome ihren Realitäten unterscheiden sich von den meinen; andere meiner Brüder ähneln mir, doch unterscheiden sich durch einzelne oder viele Entscheidungen, die getroffen wurden; manchen geht es besser als mir und anderen schlechter, einige sind reich und mächtig, andere arm und krank, manche glücklich, manche unglücklich und einige auch tot, einigen fehlen Gliedmaßen oder Organe und andere sind dem Wahnsinn anheimgefallen, einige sind glücklich verliebt und andere von Einsamkeit zerfressen; ich gehe tiefer in die Spiegelwelt und blicke tiefer in die Auswüchse des Multiversums, sehe meine Doppelgänger im Weltraum und unter der Erde leben, sehe sie in tiefen Ozeanen, ultravioletten Urwäldern, Siliziumwüsten und auf verlassenen Monden am Rande sterbender Galaxien, sehe sie umgeben von Feuerwänden, Plasmawolken, Gasnebeln, Stahlhöhlen und ewigem Eis, sehe sie glücklich und traurig, lachend und voller Wut, in Ektase schwebend und dem Freitod nahe, von Orgasmen durchströmt und von Schmerzen gebäumt; dann sehe ich meiner Selbst von so seltsamen Auswüchsen fremdartiger Evolutionen, dass ich mich kaum erkenne; sehe mich als Reptilienwesen und Vogelmensch, als Amphibium und Fischgestalt, Als Pflanze, Pilz und lebendes Gestein, als Feuergott und Eisdämon, als Überwesen aus Licht und Energie und als einen steten Strom von Gedanken in den Neuronen und Synapsen der Existenz.
Ich sehe sie alle und kenne doch keinen von ihnen, jeder einzelne von ihnen bin ICH weiß trotzdem nichts über SIE sind Fremde für mich und mir trotzdem näher und ähnlicher als jedes andere Lebewesen meiner eigenen kleinen Welt.
Doch was nützt es mir, sie zu sehen; zu wissen, was ich hätte werden können oder nun wäre, hätte sich mein Leben oder die Welt um mich herum anders entwickelt?
Will ich wirklich auf meine bleichen Knochen gleichgültig hinabschauen oder beim Anblick eines meiner glücklichen Doppelgänger vom Neid zerfressen werden?
Ich überlege, die Spiegel zu zerschlagen, doch sind sie echte Welten oder nur Fenster zu ihnen?
Stattdessen mache ich nichts, gehe zurück in meine eigene Welt und versuche, zu vergessen und irgendwie glücklich zu werden.
Folgende email schickte ich neulich an BP:
Hallo BP,
ich möchte Ihnen einen Lösung anbieten bezüglich ihres Problems im Golf von Mexiko.
Als Poetry Slammer, Schriftsteller und Freidenker schreibe ich seit Jahren an einer an einer literarischen Serie, deren aktuelle Episode sich mit ihrem Missgeschick beschäftigt und einen unkonventionellen Lösungsvorschlag enthält. Ob die Realisierung dieses Lösungsansatzes tatschlich machbar ist, kann ich ihnen zwar nicht sagen, da ich kein Wissenschaftler bin, aber ich bin davon überzeugt, dass ein internationaler Konzern von ihrer Größe und Finanzkraft durchaus die Möglichkeit hat, Dinge möglich zu machen, die den meisten Menschen unmöglich erscheinen.
Falls Ihnen meine Idee doch zu abwegig erscheint, wünsche ich ihnen trotzdem weiterhin viel Erfolg bei der Beseitigung ihres kleinen Mißgeschicks. Sie wissen ja: Shit happens.
mit freundlichen Grüßen
Dennis Langer
Im Anhang befand sich folgender Text:
Herr von Runkenstein fördert Öl
Weil Erdöl im Laufe der Jahre immer teurer geworden war
beschloss Herr von Runkenstein
in die Ölbranche einzusteigen
und bestellte sich deshalb bei Amazon eine Ölbohrplattform
welche er sich von UPS in den Golf von Mexiko liefern
und dort von Amish und Tintenfischen aufbauen ließ
Danach fuhr er den Bohrkopf aus
und bohrte sich durch ein Fischerboot
einen Kilometer Wasser
zwei Buckelwale
drei Kilometer Felsen
eine Filiale der deutschen Post
und einen Atomschutzbunker aus der Kreidezeit
um schließlich auf Öl zu stoßen
welches nun endlich heraussprudelte
um anschließend abgefüllt
und nach China verschifft zu werden
wo man daraus vermutlich
billiges Plastikspielzeug für Happy-Meal-Tüten herstellte
Für einige Zeit lief auch alles gut
dann jedoch übergab sich ein Fischreiher
in die Frischwasserzufuhr des Karpfenteichs
weshalb einer der Karpfen den Feueralarm betätigte
worauf der Computer
da er kein Feuer feststellen konnte
vor einem Paradoxon stand
welches er löste
indem er einen Feuersalamander anzündete
und in einen Öltank warf
worauf die gesamte Ölbohrplattform explodierte
auseinanderbrach
und versank
dann nochmal kurz an der Oberfläche trieb
wieder explodierte und nochmal versank
auf dem Meeresgrund aufschlug
schon wieder explodierte
anschließend implodierte
dann nochmal kurz brannte
und zehn Minuten später an Herzstillstand verstarb
Als Herr von Runkenstein von diesem Unglück erfuhr
war er sehr froh
dass er aufgrund eines komplexen Gebildes
von Schein-, Tarn- und Tochterfirmen
einem großen Ölkonzern die Schuld in die Schuhe schieben konnte
beobachtete jedoch in den folgenden Wochen
mit wachsender Unzufriedenheit
dass sein kostbares Öl nicht nach China floss
sondern in den Golf von Mexiko
der sich nach wie vor weigerte
für die ununterbrochene Lieferung zu bezahlen
Aus diesem Grund wollte Herr von Runkenstein
zunächst einmal die Öllieferung stoppen
scheiterte jedoch an diesem Vorhaben
weil der Korken für das Loch
einfach nicht unter Wasser bleiben wollte
Als kurz darauf das Öl jedoch die Meeresströmungen erreichte
und somit ohne Transportkosten direkt nach China floss
beschwerten sich die Opec-Staaten über diesen Wettbewerbsvorteil
weshalb Herr von Runkenstein ihnen vorschlug
ihr Öl ebenfalls ins Meer zu kippen
oder alternativ den Ölpreis zu senken
was jedoch keinesfalls in Frage kam
weil man Greenpeace nicht verärgern wollte
Weil nun also sämtliche Ölquellen in die Weltmeere flossen
begann man damit
große Mengen Salzwasser unterirdisch einzulagern
um eine Erhöhung des Meeresspiegels zu verhindern
während Herr von Runkenstein einen Fischvirus entwickelte
der sämtliche Meereslebewesen
einer beschleunigten Evolution unterzog
damit diese sich an die veränderten Lebensbedingungen anpassen konnten
und in Zukunft nicht die Ölsardinen die Weltmeere beherrschen
Viel schwieriger war da schon
die Umsetzung eines weltweiten Rauchverbotes
welche über lokale Aufstände und Bürgerkriege
schließlich zum globalen Rauchergenozid führte
in deren Verlauf 17/18 der Weltbevölkerung
durch vergiftete Zigaretten zugrunde gingen
was sehr viel humaner war
als sie einem langen Lungenkrebsleiden
oder dem Feuertod durch entzündete Öldämpfe auszusetzen
Danach kam die Welt langsam zur Ruhe
und gewöhnte sich an die neue Situation
So waren sämtliche Energieprobleme gelöst
niemand hatte mehr Angst vor dem Peak Oil
steigenden Benzinpreisen
oder havarierenden Supertankern
die Erderwärmung war kein Thema mehr
weil nun genügend Energie zur Verfügung stand
um mit Milliarden von Klimaanlagen
die globale Wunschdurchschnittstemperatur zu halten
keiner musste mehr Angst vor Haiangriffen und Feuerquallen haben
weil Badeurlaub aus der Mode war
und man stattdessen lieber ins Freibad
oder an den örtlichen Badesee ging
und auch die Meerestierwelt war glücklich
weil sie niemand mehr jagte
da sie ja alle nach Altöl schmeckten
und so zogen glückliche Mutantenwale
in den Ölweltmeeren ihre Runden
und mussten sich höchstens vor hyperintelligenten Superhaien
mit Lasern auf den Köpfen fürchten
die bereits nuklearbetriebene Landpanzerschiffe bauten
um das trockene Element zu erobern
was Herrn von Runkenstein aber nicht weiter beunruhigte
da er einerseits bereits in Verhandlungen
mit dem Kaiser der Superhaie stand
und gleichzeitig dem Papst der Riesentintenfische
Waffenlieferungen für einen heiligen Krieg versprochen hatte
um die Haikräfte an einer zweiten Front zu binden
während er andererseits mit Hochdruck daran arbeitete
auch die Menschheit genetisch zu optimieren
um deren Lebensgrundlage auf Erdöl umzustellen
damit sie wieder die Früchte des Meeres fangen
essen
und ausrotten konnten
wodurch er das universale Gleichgewicht des Lebens
auf der Erde wieder herstellen würde
wofür Herr von Runkenstein
alle Nobelpreise gleichzeitig verdient hatte
und sicher auch bekommen würde
da alle potenziellen Konkurrenten Raucher gewesen waren
———————————————
Einen Tag später kam auch eine Antwort auf die Mail. Es ist offensichtlich eine Standardantwort, aber ich stelle mir lieber vor, dass sie den Text tatsächlich gelesen haben; dann wird sie noch etwas lustiger:
Sehr geehrter Herr Langer,
vielen Dank für Ihr Hilfsangebot, das wir sehr schätzen!
Da wir in Deutschland kein Ölbohrgeschäft betreiben, haben wir Ihre Mail an unsere Kollegen in den USA und das Einsatzteam vor Ort weiter geleitet.
Die dortige eMail-Adresse lautet: horizonsupport@oegllc.com
Zudem können Sie das Team in den USA auch direkt per Telefon erreichen: Unter der Hotline-Nummer +1 281-366-5511 können Sie Ihr Hilfsangebot persönlich vortragen.
Für den Fall, dass die Verwendung der von Ihnen angebotenen Dienstleistung bzw. Ihres Produktes in Betracht kommt, werden unsere Kollegen aus dem Einsatzzentrum mit Ihnen Kontakt aufnehmen.
Da uns gegenwärtig eine Welle von Hilfsbereitschaft und Kreativität aus der Bevölkerung erreicht, bitten wir Sie um etwas Geduld, wenn Sie keine sofortige Reaktion erhalten.
Wir danken Ihnen nochmals herzlich für Ihren Einsatz.
Mit freundlichen Grüßen
BP Europa SE Deutschland
Internet Service-Center
Keine Ursache, ich helfe doch gern!
Okay, es ist keine Melange von Arrakis, sondern Öl im Golf von Mexiko, aber fließen tut es auf jeden Fall.
Hier gibt es den Code für das Widget.
Hoffen wir mal, dass es dort möglichst bald nichts mehr zu sehen gibt.
Sehr interessanter Artikel eines in Athen lebenden Schweizers: Wohlauf, aber wütend
Diese Stelle finde ich sehr aufschlussreich:
Krawalle
Das verfassungsmässig garantierte Recht auf Demonstrationsfreiheit bedeutet noch lange nicht, dass man auch demonstrieren darf. Da sind die Politiker und mit ihnen die Kettenhunde der Polizei vor. Friedliche Demonstrationszüge mit einfachen Leuten, darunter alten Leuten und Kindern werden mit Schlagstöcken, Tränengas und Pfefferspray angegriffen… und das stellt den Normalzustand dar. Im letzten Dezember hat ein Motorradfahrer der Polizei eine Frau gesetzten Alters mit Vollgas überfahren – vor laufenden Kameras und in der Mitte einer Gruppe Menschen die nach dem Ende einer Demonstration auf dem Nachhauseweg waren. An den gestrigen Krawalle waren keineswegs nur eine Gruppe von “gewaltbereiten Autonomen” beteiligt – hier griffen Familienväter die Bereitschaftspolizisten an und Rentner machten Jagd auf die berüchtigten Motorradpolizisten. Die Polizei hat einen gesellschaftlichen Auftrag und eine gesellschaftliche Sonderstellung. Wenn diese Missbraucht wird und in wahlloser, unkontrollierter Polizeigewalt endet, muss man sich nicht wundern, wenn “normale Bürger” ausrasten. Bei den Fotos der gestrigen Krawalle stechen für mich besonders jene hervor, die unvermummte, ältere Menschen zeigen, die die Schlagstock-Polizei angreifen.
Todesopfer und nekrophile Politiker
Gestern sind drei Menschen durch ein gelegtes Feuer ums Leben gekommen. Die Opfer waren Angestellte einer Bank. Die Täter waren wohl eben jene “gewaltbereiten Autonomen”. Mittäter sind aber auch die Manager der Bank, denn diese haben ihren Mitarbeitern verboten den Arbeitsplatz zu verlassen – unter Androhung der Kündigung – und sie haben diese Mitarbeiter eingeschlossen. Die drei Todesopfer sind erstickt, weil sie in einem von Sicherheitstüren verschlossenen Bereich keinen Notausgang hatten. Die Politik jedoch, nimmt diese Todesopfer dankbar an, denn sie lenken vom Ausmass des Volkszorns und von den eigenen Verbrechen ab. Statt von 100’000 bis 200’000 Demonstranten redet man von 3 Toten und einer Handvoll Mördern. Es ist, als ob die Verstorbenen und deren Familien nun zudem noch politisch missbraucht werden. Die Mitschuld der Bankleitung ist da nur eine kleine, störende Tatsache, die möglichst schnell vergessen werden sollte. Die Suche nach den Werfern der Molotof-Cocktails wird verstärkt. Die persönliche Schuld einiger unglaublich unverantwortlicher, durchaus schuldiger, soll von der Mitschuld der vielen ablenken.
Wer sich nur ein wenig für die Sache interessiert, sollte aber den ganzen Artikel lesen.
Einige weitere Artikel, speziell zum Thema Griechenland und deutscher Jorunalismus, gibt es noch unter http://print-wuergt.de/
Herr von Runkenstein hat eine Friedensmission
Bei einem kurzfristigen Truppenbesuch
auf Afghanistan Prime
im Allahu-Akbar-System in der östlichen Milchstraße
musste Herr von Runkenstein feststellen
dass seine Kampfdroidentruppen seit seinem letzten Besuch
keine nennenswerten Fortschritte
bei der Bekämpfung der Cybertaliban
und Weltraummudschaheddin gemacht hatten
obwohl er immer wieder seine Truppenstärke verdoppelt hatte
und nun mit ganzen 256 Einheiten den Planeten besetzt hielt
was eindeutig genug sein mussten
um einige zehntausend primitive Gotteskrieger zu besiegen
die zwar das Gelände besser kannten
und auch wesentlich fanatischer waren
als seine seelenlosen Robotersoldaten
aber trotzdem niemals gewinnen konnten
weil Herr von Runkenstein sich sicher war
dass er selbst militärisch und moralisch überlegen war
auch wenn die Bevölkerung des Planeten
in ihrer gesamten Geschichte
noch nie von Invasoren besiegt worden war
was aber nur bedeutete
dass Herr von Runkenstein
schon rein statistisch betrachtet siegen musste
weil niemand niemals irgendwo
für immer ungeschlagen gewesen war
Aus diesem Grund änderte Herr von Runkenstein
seine nebulöse und nur in Ansätzen vorhandene Strategie
in eine grundsätzlich kaum erkennbare Strategie
verdoppelte die Anzahl seiner Truppen
ließ dann einige Krankenhäuser und Schulen bauen
um die Zivilbevölkerung von seinen guten Absichten
und seiner moralischen Überlegenheit zu überzeugen
und bombardierte sie anschließend
mit explodierenden Tanklastwagen
um dem Feind mal richtig zu zeigen
wo der westliche Hammer hängt
Weil dies jedoch keinerlei Auswirkung hatte
außer einigen toten und rachsüchtigen Zivilisten
die nichts mehr zu verlieren hatten
wagte er den ultimativen Schritt
verdoppelte abermals seine Truppen
und verkündete den schrittweißen Abzug dieser
innerhalb der nächsten zwei Jahre
womit er die Wüstenplanetrebellen
quasi schon fast besiegt hatte
weshalb er jetzt nur noch abwarten musste
um die süßen Früchte
seiner militärischen Genialität zu ernten
Herr von Runkenstein trifft seine Doppelgänger
Als Herr von Runkenstein in seinem Geheimlabor
im Inneren eines isländischen Vulkans gerade versuchte
aus einem Weißkopfseeadler die Quadratwurzel zu ziehen
um eine neue Geschmacksrichtung zu kreieren
geriet der Weißkopfseeadlergehirnstromkontrollaggregator
außer Kontrolle
und öffnete ein Portal in ein Paralleluniversum
in welchem gerade ein Herr von Anti-Runkenstein versucht hatte
aus einem bitteren Nachgeschmack die Quadratwurzel zu ziehen
um ein Weißkopfseeadlergehirnstromkontrollgerät zu entwickeln
welches er benötigte
um das Weißkopfseeadler-Terrorregime
in seiner eigenen Welt zu stürzen
Als nun die zwei Runkensteine aufeinander trafen
schenkte der eine dem anderen eine ornithologische Neutronenbombe
welches bereits seit Jahren im Keller lagerte
für den Fall
das eines Tages das Geflügel die Weltherrschaft übernehmen sollte
während der andere dem einen die Formel
für die Geschmacksrichtung “Katzenbabytraumsekret Nr. 5″ überreichte
welches unglaublich süß schmecken
und einen leicht pelzigen Nachgeschmack haben sollte
Nachdem nun die wichtigen Dinge geklärt waren
öffneten die zwei Runkensteine zum Spaß
ein weiteres Dimensionsportal
aus dem ein dritter Herr von Runkenstein hervorgekrochen kam
der kein Mensch
sondern eine Amöbe war
weil sich in seiner Dimension die Evolution
in die andere Richtung entwickelte
weshalb er nur mitleidig
auf die niederen Humanoiden hinaufblickte
und ihnen dann die Frage auf die Antwort 42 überreichte
welche die mehrzelligen Runkensteine jedoch nicht verstanden
weil sie in Amöbo-kasachisch geschrieben war
der komplexesten Sprache des Multiversums
Kurz darauf rutschte der Anti-Runkenstein auf dem Amöbenstein aus
und öffnete so ein weiteres Portal
aus dem ein harpunenschwenkender Captain Ahabstein hervorstürzte
der laut fluchend nach einem weißen Spermawal fragte
welcher ihm einst ohne Einwilligung die Hoden amputiert hatte
weil diese das einzig gültige Zahlungsmittel
in der Spermawalzivilisation seiner Parallelwelt sind
Der leicht kurzsichtige Ahabstein glaubte nun
seinen hodenamputierenden Erzfeind entdeckt zu haben
und schleuderte seine Harpune
in das pottwalförmige Vulkankontrollmodul
wodurch der Vulkanascheproduktionsgenerator aktiviert wurde
den Herr von Runkenstein nicht mehr ausschalten konnte
weil er als Passwort den Namen des Vulkans gewählt hatte
welchen kein Nicht-Isländer fehlerfrei aussprechen konnte
was im nachhinein betrachtet
keine sonderlich gute Idee gewesen war
Während sich nun Millionen Tonnen Vulkanasche
im europäischen Luftraum verteilten
hatte Herr von Runkenstein die Nase voll
von dem interdimensionalen Kuddelmuddel
und schickte seine Doppelgänger zurück in ihre eigenen Welten
nachdem man Emailadressen ausgetauscht
und ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht hatte
um anschließend sein titanummanteltes Panzerflugzeug zu besteigen
die Aschewolke zu verfolgen
und mit Aerosolverteilungsraketen zu beschießen
welche die übriggebliebenen Schweinegrippeschutzimpfungen
in der Aschewolke verteilte
worauf diese ein eigenes Bewusstsein entwickelte
und dann im Internet untertauchte
wo sie ein Profil bei Facebook erstellte
und viele neue Freunde fand
bis sie sich für einen Menschen hielt
eine Katze kaufte
einen Bausparvertrag unterschrieb
und einige Monate später nach Island reiste
wo sie auf Herrn von Runkenstein traf
der ihr einen Job als Vulkanschornsteinfeger anbot
was sie zum glücklichsten Aschewolkemenschen der Welt machte
mit Ausnahme des Papstes
was jedoch eine völlig andere Geschichte ist
Hab ich gestern doch tatsächlich den Poetry Slam in Bayreuth und damit den zweiten Slam meiner mittelmäßigen Slammerkarriere gewonnen. Wer hätte das gedacht?
Die zwei neuen Texte, die mich ins Finale gebracht haben, sind die Nummern 239 und 240.
Im Finale hatte ich Kometenschein und Herr von Runkenstein verkauft Menschenfleisch gelesen, falls die nochmal jemand nachschlagen will.
Herr von Runkenstein findet die verlorene Stunde
Als Herr von Runkenstein eines Abends an seiner Atomuhr herumbastelte
und sie mit Hilfe einer Fliegersirene und eines Rottweilers
in einen Hochleistungswecker umbaute
entdeckte er zwischen 22 und 23 Uhr die verschollene Stunde
welche einst von den Nazis verhaftet
und zum Südpol deportiert worden war
um dort das Reichsflugscheibenprojekt
mit zusätzlicher Zeit zu unterstützen
jedoch von dort mit einer gestohlenen Flugscheibe zum Mond fliehen
und die Wehrmachtsbasis auf dessen Rückseite infiltrieren konnte
um schließlich mit Hilfe einer Büroklammer
eines Kaugummis
eines Schweizer Taschenmessers
und einer Autogrammkarte von Richard Dean Anderson
ein Dimensionsportal in den 15. Kreis der Hölle zu öffnen
aus dem alptraumhafte Kreaturen hervorgekrochen kamen
und sämtliche Mondnazis zu koscheren Rattenfilets verarbeiteten
was nur deshalb nicht in den Geschichtsbüchern steht
weil niemand übriggeblieben war
der noch einen Stift hätte halten können
Eben jene verlorene Stunde war nun
in Herrn von Runkensteins Atomuhr wieder augetaucht
was diesen sehr freute
da er schon immer das diffuse Gefühl gehabt hatte
dass am späten Abend eine Stunde fehlt
weshalb er die Stunde nun
in das internationale Weltzeitsystem einspeiste
sämtliche Atomuhren syncronisierte
und somit den 25-Stunden-Tag einführte
wodurch jedoch das Jahr um 15 Tage kürzer wurde
was natürlich in erster Linie den Dezember betraf
weshalb nun der 16. Dezember Silvester war
und das Weihnachtsfest völlig abgeschafft wurde
wogegen der Vatikan scharfen Protest einlegte
und mit einem Kreuzzug drohte
was Herrn von Runkenstein jedoch nicht weiter beunruhigte
weil er dank minderjähriger Spitzenspione genau wusste
wessen Leichen der Papst in welchem Keller lagerte
und mit welchen vatikanischen Voodooritualen
man diese Leichen zum untoten Leben erwecken konnte
Aus diesem Grund verzichtete der heilige Stuhl schließlich
auf das ausrufen eines heiligen Krieges
und verlegte die Adventszeit in den November
was dazu führte
dass nun schon Ende Juli
die ersten Lebkuchen in den Geschäften lagen
was Herr von Runkenstein sehr entgegen kam
da er jeden Abend zwischen 24 Uhr und 24:30 Uhr
Hunger auf Lebkuchen bekam
was vorher nie der Fall gewesen war
und vermutlich damit zusammenhing
dass er die Zahl 24 mit dem ehemaligen Weihnachten assoziierte
weshalb er mit der Serie 24 auch nie etwas anfangen konnte
was wiederum damit zusammenhing
dass er bei Folter eher Ostern denken musste
obwohl er sich fast sicher war
dass Jesus niemals von Jack Bauer gefoltert worden war
obwohl das für Herrn von Runkenstein ein guter Grund wäre
doch einmal eine Folge zu sehen
Bischof Mixa weist Prügelvorwürfe als “absurd” zurück:
In eidesstattlichen Erklärungen, die der Zeitung vorliegen, behaupten die drei Frauen und zwei Männer, Mixa habe sie in den siebziger und achtziger Jahren mehrmals geschlagen.
Das Bistum Augsburg bezeichnet die Vorwürfe in einer Stellungnahme als “absurd, unwahr und offenbar in der Absicht erfunden, den Bischof persönlich zu diffamieren.” Das Bistum dementiert die Vorwürfe “entschieden” und “behält sich ausdrücklich zivilrechtliche und strafrechtliche Schritte” vor.
Absurd also? Mit Absurditäten kenne ich mich aus.
Selbst wiki sagt:
Absurdität (von lat. absurditas in derselben Bedeutung, zu absurdus ‚mißtönend‘, übertragen auch ‚ungereimt, unfähig, ungeschickt‘) bezeichnet etwas Widersinniges oder Unsinniges.
Das kann ein außergewöhnliches, abstruses, der Logik widersprechendes oder seltsames Vorkommnis oder Phänomen sein, dem der Verstand des Einzelnen entgegen seiner Gewohnheit keinen Sinn, keine Bedeutung zu verleihen mag.
Nochmal ganz langsam: Seit Monaten kommen Missbrauchsfälle (gewalttätiger und/oder sexueller Natur) ans Tageslicht, aus katholischen Einrichtungen in ganz Deutschland (Irland und USA lasse ich mal weg).
Und trotzdem bezeichnet ein Bischof die Behauptung, er habe ” in den siebziger und achtziger Jahren mehrmals geschlagen”, als absurd/widersinnig/abstrus/sinnlos zurück?
Obwohl fünf Personen dafür eidesstattliche Erklärungen abgegeben haben?
Okay, natürlich sollte auch für einen Bischof die Unschuldsvermutung gelten. Aber wer gleich dermaßen um sich schlägt und mit zivil- und strafrechtliche Schritten droht, der scheint (aus meiner naiven Weltsicht) wirklich Dreck am stecken zu haben.
Ich zumindest halte es keinesfalls für “absurd”, dass in einem Umfeld, in dem scheinbar des öfteren der Rohrstock (oder der erigierte Penis) verwendet wurde, auch einem heutigen Bischof gelegentlich mal die Hand ausgerutscht ist (freundlich ausgedrückt).
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und
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Sehr gut! Nur weg damit.